


Zum heutigen „Koalitionsgipfel“ der Bundesregierung erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Graf MdB:
Das
vollmundig von der Bundesregierung ausgerufene „Jahr der Pflege“ ist
bisher ein Desaster der Untätigkeit und des Streits. Pflegebedürftige
und ihre Angehörigen warten bisher vergeblich auf die nun schon seit
zwei Jahren angekündigten Leistungsverbesserungen, insbesondere für
Demenzkranke. Die bisherigen Vorschläge seitens der Koalition sind ein
einziger Ausweis der Unzulänglichkeit:
Der
FDP-Vorschlag der Privatisierung der Pflege durch kapitalgedeckte
Zusatzversicherungen ist sozial ungerecht. Der eigentliche Skandal ist,
dass CDU und CSU dieser Privatisierung im Koalitionsvertrag zugestimmt
hatten, auch wenn sie jetzt angeblich nichts mehr davon wissen.
Ein Kompromiss aus falschen, unsozialen und unseriösen Weichenstellungen kann keine richtige Weichenstellung zur Folge haben. Auch ein „Kompromurks“ bleibt Murks. Das „Jahr der Pflege“ droht nun in einem beispiellosen Pflegefiasko zu Lasten der Pflegebedürftigen und Versicherten zu enden.