Pressemitteilung / AG 60 plus
Graf zum Koalitionsgipfel
Die
Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) kritisiert die
Ergebnisse
des „Koalitionsgipfels“ der schwarz-gelben Bundesregierung als
peinlich. „Eine
kleine Steuersenkung auf Pump, eine Beitragserhöhung bei der Pflege
statt einer
nachhaltigen Reform und eine Prämie für die Nichtnutzung der
Kinderbetreuung –
das ist ein blamables Ergebnis“, so Graf. Besonders dreist sei, dass
die
Bundesregierung die Umsetzung dieser Maßnahmen teilweise für 2014
ankündige –
also erst nach der nächsten Bundestagswahl. „Eine neue Bundesregierung
soll
dann den Unsinn umsetzen, zu dem die aktuelle schon gar keine Kraft
mehr hat.
Das ist eine Kapitulationserklärung“, findet Graf. Ein besonderes
Trauerspiel
sei das Thema Steuerreform. Die FDP habe vor der Bundestagswahl eine
Entlastung
von 35 Milliarden Euro, die CSU sogar ein „Sofortprogramm“ zur Senkung
der
Einkommenssteuer versprochen. Im Koalitionsvertrag waren dann 24
Milliarden
Euro versprochen. „Jetzt redet die Bundesregierung von 2 Milliarden
Euro für
2013 und 4 Milliarden Euro für 2014, also nach der nächsten
Bundestagswahl. Und
selbst das steht noch unter dem Vorbehalt, dass der Bundesrat zustimmen
muss“,
kritisiert Graf. „So sieht eine Bankrotterklärung aus. Wahrscheinlich
wird es
gar nichts geben“, vermutet die Abgeordnete. Das sei schon bei der
Bundestagswahl in der damaligen Finanzmarktkrise klar gewesen, worauf
die SPD
stets hingewiesen habe. „Für Steuersenkungen durch neue Schulden ist
weder in
einer Finanzmarktkrise noch in der derzeitigen Schuldenkrise Platz.
Zumal die
Bundesregierung in diesem Jahr voraussichtlich 25 Milliarden Euro an
neuen
Schulden aufnehmen wird“, so Graf.