


Im Vorfeld der abschließenden Lesung des Versorgungsgesetzes der Bundesregierung am Donnerstag erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Graf MdB:
Eine bessere Versorgung für die Versicherten gibt es nur mit einer nachhaltigen Stärkung der Hausärzte. Die SPD-Bundestagsfraktion wird daher einen Entschließungsantrag einbringen, der dies vorschlägt. Konkret fordern wir, die von der schwarz-gelben Bundesregierung eingeführten Hürden bei den Verträgen zur hausarztzentrierten Versorgung wieder zurückzunehmen. Hausärzte sind gerade im ländlichen Raum die ersten Ansprechpartner und Vertrauten der Versicherten. Wir brauchen sie als Lotsen für die Versicherten im Gesundheitssystem.
Die unter Ulla Schmidt (SPD) ins Leben gerufenen und von Schwarz-Gelb ausgehebelten Hausarztverträge hatten bereits zu deutlichen Versorgungsverbesserungen für die Versicherten geführt, wie der Vermeidung von Doppel- und Mehrfachuntersuchungen, eine intensivere Betreuung, Abendsprechstunden und zusätzliche Vorsorge-Leistungen.
Die CSU muss nun Farbe bekennen. Sie hatte den bayerischen Hausärzten zugesichert, die Hausarztverträge nicht anzutasten und hat dann ihr Wort gebrochen. Leider zeigt der Entwurf für das Versorgungsgesetz der Bundesregierung keine Orientierung an den Patientinnen und Patienten, sondern setzt erneut lediglich auf Klientelpolitik. Die hausärztliche Versorgung als Grundlage für eine bessere Versorgung spielt wieder keine Rolle.