Pressemitteilung / Umwelt & Verbraucherschutz / Wirtschaft & Arbeit
Die Rosenheimer
Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) kritisiert die Pläne der
schwarz-gelben Bundesregierung zur Verlängerung der Laufzeiten der
Atomkraftwerke. „Selbst der zuständige Umweltminister musste jetzt eingestehen,
dass eine Laufzeitverlängerung weder zu deutlich günstigeren Strompreisen führt,
noch zur Erreichung der Klimaziele notwendig ist. Die einzige Folge wären neue
Milliardengewinne für die Stromriesen“, so Graf. Eine Laufzeitverlängerung wäre
daher nach Ansicht der Abgeordneten reine Klientelpolitik zugunsten der
Betreiber. Die Atomkraft sei keine „Brückentechnologie“ sondern eine „Brücke
ins Nichts“.
Die Endlagerung der strahlenden Abfälle sei weiter völlig
ungeklärt. Allein vor diesem Hintergrund könne nicht einfach eine Entscheidung
für noch mehr Atommüll getroffen werden. Sie freue sich daher, dass zahlreiche
SPD-geführte Länder bereits eine Klage gegen eine Laufzeitverlängerung
angekündigt haben, sollte die Bundesregierung versuchen, den Bundesrat bei der
Entscheidung zu umgehen. „Die Energiepolitik der neuen Bundesregierung ist eine
Katastrophe für die Verbraucher und ein Fest für die Atomlobby. Nicht ohne
Grund war eine der ersten Amtshandlungen von Schwarz-Gelb der Kahlschlag bei
der Förderung von Erneuerbarer Energie. Da hilft kein Feinschliff mehr, diesen
Kurs wollen wir stoppen. Notfalls auch mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichtes“,
so Graf.