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Pressemitteilung / Themen / Gesellschaft

Die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) begrüßt den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff. „Der Rücktritt ist überfällig. Das Amt des Bundespräsidenten lebt vor allem von der Glaubwürdigkeit. Und diese hat Herr Wulff schon vor langer Zeit durch immer neue Halbwahrheiten und mangelnde Aufklärungsbereitschaft verloren. Ich bin froh und erleichtert, dass das Trauerspiel nun endlich ein Ende findet“, so Graf.

Kritik äußert die Bundestagsabgeordnete an der Bundeskanzlerin. „Angela Merkel hätte eingreifen müssen, um Herrn Wulff vor sich selbst zu schützen und Schaden vom Amt des Bundespräsidenten abzuwenden. Es ist bestürzend, dass erst die Staatsanwaltschaft kommen muss, um dem Bundespräsidenten die Augen für seine Situation zu öffnen“, so Graf.

Das bereits beschädigte Amt müsse nun mit einem geeigneten Kandidaten oder einer geeigneten Kandidatin wieder repariert werden, so Graf. Die Bundeskanzlerin müsse diesmal nach der Qualität des Kandidaten oder der Kandidatin schauen und nicht nach dem Parteibuch. Graf hofft auf eine parteiübergreifende Lösung und hält weiterhin Joachim Gauck für einen geeigneten Kandidaten. „Ich habe bereits 2010 für Herrn Gauck gestimmt und würde es wieder tun, weil ich der Meinung bin, dass er alle präsidialen Qualitäten von der Glaubwürdigkeit bis zur Überparteilichkeit mitbringt“, so Graf.