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Pressemitteilung / Familie / Gesellschaft

Aufstiegschancen ermöglichen

Die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) kritisiert die im Bundeshaushalt vorgesehenen Kürzungen für aktive Arbeitsmarktpolitik. „Leider werden wir auch in Stadt und Landkreis Rosenheim weniger Geld für die Förderung von Arbeitslosen und ihre Vermittlung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung haben“, so Graf. Die Kürzungen durch die Bundesregierung gehen laut Graf weit über das hinaus, was mit der rückgängigen Zahl der Arbeitslosen begründet werden könne. Die Formel sei aber ohnehin nicht so einfach nach dem Motto „weniger Arbeitslose gleich weniger Finanzbedarf“. „Wir müssen uns vor allem den Langzeitarbeitslosen stärker widmen und dazu die derzeit günstige Arbeitsmarktlage nutzen“, so Graf. Die SPD-Bundestagsfraktion habe daher im Rahmen der Haushaltsberatungen eine „Allianz für Fachkräfte und Kultur der 2. Chance“ vorgeschlagen. Langzeitarbeitslose sollen demnach zum Beispiel durch die Möglichkeit einer Ausbildung, aus der Arbeitslosigkeit geholt werden, auch als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. In diesem Rahmen soll auch den derzeit 1,5 Millionen Jugendlichen in Deutschland zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsausbildung im Rahmen einer zweite Chance eine Ausbildung ermöglicht werden.

Ein weiteres von der SPD vorgeschlagenes Programm „Menschen über 30 Jahren eine Chance auf beruflichen Aufstieg geben“ sehe vor, dass Arbeitnehmer die Chance zum Nachholen des Abschlusses erhalten. „Es geht dabei um Nachqualifizierung, die wiederum neue Aufstiegschancen ermöglichen kann“, erläutert Graf. Dies solle zum Beispiel für Arbeitnehmer gelten, die nicht im erlernten Beruf arbeiten aber auch für Berufsrückkehrerinnen nach einer Elternzeit und bei nicht anerkannten ausländischen Abschlüssen. „Wir können nicht nur immer über Fachkräftemangel jammern, sondern wir müssen die Chance zur Weiterbildung geben“, fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete.  

Graf kritisiert, dass die Regierungskoalition beide Anträge der SPD in den Haushaltsberatungen abgelehnt habe und selbst lediglich Kürzungsmaßnahmen plane. Letztere könnten nach Ansicht von Graf aber langfristig zu höheren Ausgaben des Staates durch Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel führen. „Fachkräftegipfel der Bundesregierung dienen offenbar allein der Öffentlichkeitsarbeit. Die Probleme werden ignoriert, bevor ein neuer Gipfel inszeniert wird“, so Graf.  
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