


Zu der Gebührenerhöhung für das Seniorenstudium an
der LMU München erklärt die Landesvorsitzende der bayerischen
SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und Rosenheimer Bundestagsabgeordnete
Angelika Graf stellvertretend für die rund 35.000 Senioren in der
BayernSPD:
„Die Erhöhung muss zurückgenommen werden. Auch für
die nachberufli-che Bildung gilt: Sie darf nicht vom Geldbeutel
abhängen. Die Erhöhung des Semesterbeitrags von 100 bis 200 € auf 300 €
durch die neue Gebührenordnung für das Seniorenstudium an der LMU ist
völlig unangemessen. Das Vorgehen der LMU darf keine Nachahmer unter den
anderen bayerischen Hochschulen mit erfolgreichen Programmen für
Seniorinnen und Senioren finden. Hier werden ältere Menschen, die in der
Vergangenheit einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft und die
Sozialversicherungssysteme geleistet haben, über Gebühr zur Kasse
gebeten.
Die bayerische Arbeitsgemeinschaft 60 plus sieht
darin die Gefahr einer gesellschaftlichen Ausgrenzung älterer
Mitbürgerinnen und Mitbürger in der bayerischen Bildungslandschaft. Die
hitzigen Diskussionen über die Vereinbarkeit von sozialer Gerechtigkeit
und Studiengebühren dürfen nicht darin enden, dass nur noch gut betuchte
Studierende die Chance auf ein Studium bekommen. Dies gilt in gleichem
Maße auch für die Weiterbildung und das lebenslange Lernen von älteren
Menschen. Ältere dürfen nicht aus der Bildungsgesellschaft
ausgeschlossen werden und müssen Zugang zu lebenslangen
Weiterbildungschancen haben. Hohe Studiengebühren für das
Seniorenstudium stehen diesem entgegen und sind – wie auch die
Studiengebühren in Bayern generell – sozial ungerecht.“