Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete für Rosenheim Angelika Graf betont, sollten Kultur und Politik für Menschen mit Behinderung leichter zugänglich gemacht werden. Die SPD-Bundestagsfraktion hat dazu einen Antrag „Kultur für alle – für einen gleichberechtigen Zugang von Menschen mit Behinderung zu Kultur, Information und Kommunikation“ gestellt – selbstverständlich in Leichter Sprache. Der Antrag hat das Ziel, die
UN-Behindertenrechtkonvention für den Bereich Kultur und Medien umzusetzen. „Menschen mit Behinderungen interessieren sich ebenfalls für Politik und Kultur. Gerade deshalb ist es wichtig, die Beschlüsse des Bundestages, die sie betreffen, auch verständlich zu formulieren. Das verstehe ich unter echter Barrierefreiheit,“ so Graf. Der SPD-Antrag, der als erster Antrag im Bundestag in Leichter Sprache verfasst ist, fordert, Kultur- und Freizeitangebote barrierefrei zu gestalten, bei Ausschreibungen des Bundes Barrierefreiheit verpflichtend zu berücksichtigen oder auch die Denkmalförderung an barrierefreie Zugänge zu knüpfen. Hier könnten gerade auch die Kommunen eine wichtige Vorreiterrolle einnehmen, in dem sie die aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bereits auf örtlicher Ebene förderten, findet Graf und würde sich über die Erreichung einer fraktionsübergreifenden Einigung zur Förderung von Barrierefreiheit sehr freuen.