


Für ein
Ende der Altersdiskriminierung bei Ehrenämtern hat sich die
SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der AG SPD 60 plus,
Angelika Graf, eingesetzt. „Viele Ehrenämter haben Altersgrenzen. So
darf man über das siebzigste Lebensjahr hinaus nicht als Schöffe tätig
sein. Das ist kontraproduktiv und missachtet die Erfahrung älterer
Mitmenschen“, erklärte sie in einer Talkrunde am Stand des
AOK-Bundesverbandes am Rande des Bundesparteitages der SPD am 5.
Dezember in Berlin. Ältere Mitmenschen seien
inzwischen viel länger fit als früher und könnten entsprechende
Aufgaben, die heute einer Altersgrenze unterlägen, sehr wohl erfüllen.
Graf ermuntert ältere Mitbürger, sich bei Ehrenamtsbörsen zu melden und
ihren Erfahrungsschatz somit anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.
Ältere
Menschen genössen in der Gesellschaft häufig noch nicht die
Wertschätzung, die ihnen gebühre und würden regelmäßig bei
betrieblichen Weiterbildungen zu wenig berücksichtigt. „Besondere
kleine und mittlere Betriebe tun hier noch zu wenig. Da besteht
gesetzlicher Regelungsbedarf“, so Graf. Freiwillige Vereinbarungen, wie
sie derzeit möglich seien, sorgten nicht dafür, dass sich hier viel
bewege.
Graf war
zusammen mit anderen Gästen Teilnehmerin an lockeren Talkrunden am
Stand des AOK-Bundesverbandes auf dem SPD-Parteitag.